Omeka

Was ist Omeka?

Omeka ist eine freie, flexible Open-Source Web-Publishing-Plattform für die Anzeige von Bibliotheken, Museen, Archiven sowie wissenschaftlichen Sammlungen und Ausstellungen. Es ist eine Mischung aus Content-Management-, Sammlungs- und Archivsystem.

„Omeka“ ist ein Swahili-Wort (Ostafrika): ausbreiten, auslegen, auspacken, ausstellen

Version 1:    2. Juni 2009
Version 2.2.2:    23. Juli 2014

Entwickelt wurde Omeka vom Roy Rosenzweig Center for History and New Media (Zentrum für Geschichte und Neue Medien) an der George Mason University (Fairfax, Virginia). Das Center wurde 1994 gegründet um digitale Medien und Informationstechnologien in der historischen Forschung, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit zu erforschen und anzuwenden.

Roy Rosenzweig (1950-2007): US-amerikanischer Historiker, gilt als einer der Pioniere der „Digital History“ (Historische Fachinformatik, Digitale Geschichtswissenschaft). War einer der ersten Historiker, der dieses Gebiet professionell zu bearbeiten begann. Die Liste seiner Publikationen zu diesem Thema ist lang. Sein Werk “Can History be Open Source? Wikipedia and the Future of the Past” stellt noch immer eine der fundiertesten geschichtswissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit dem Phänomen Wikipedia dar (2006).
Als Direktor des CHNM initiierte er eine Reihe von Online-Geschichtsprojekten. Sein wichtigstes Projekt war ein digitales Archiv zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Die Sammlung enthält 150.000 digitale Objekte, wie Dateien, E-Mails, Videoclips.

Genutzt wird Omeka vor allem von Universitäten, Schulen, Institutionen, Museen und Bibliotheken, hauptsächlich in den USA.
Omeka ist eine von Nicht-IT-Spezialisten konzipierte einfach zu bedienende Software, so dass der Anwender sich auf den Inhalt statt auf das Programmieren konzentrieren kann. Der Benutzer benötigt lediglich einen Internetzugang und einen Browser.

Wie ist Omeka aufgebaut? (Version 2.2.)

Omeka ist ein Content-Management-System (deutsch Inhaltsverwaltungssystem), wie z.B. Joomla, TYPO3 und WordPress). Wie bei anderen CMS werden bei Omeka die Gestaltung der Webseite (Layout & Design) und die Inhalte getrennt verwaltet. Die Daten (Inhalte) werden in einer Datenbank (MySQL) gespeichert. Für die Gestaltung einer CMS-Webseite werden sogenannte Templates (= Formatvorlagen) verwendet (bei Omeka heißen sie Themen). Das Aussehen der Seite kann so schnell geändert werden.

Themen (= Aussehen der Webseite)

In der aktuellen Version 2.2 gibt es 6 Themen. Man kann auch eigene Themen erstellen oder vorhandene anpassen (wie in Joomla), Programmierkenntnisse sind notwendig. Für das eWertpapiermuseum wird das Thema „Seasons - Winter“ als Basis genutzt und angepasst (Farben, Schriftgrößen usw.). Es heißt jetzt Seasons_EDHAC.

Omeka wird in einen Frontend- und einen Backend-Bereich unterteilt:

Das Frontend eines CMS (wörtlich übersetzt „Vorder-Ansicht“) ist die öffentliche Webseite, die ein Besucher angezeigt bekommt. Ein Login ist nicht notwendig.

Das Backend eines CMS (wörtlich übersetzt „Hinter-Ansicht“) ist ein geschützter Bereich, in dem die Administration des CMS stattfindet. Dort muss man sich einloggen. Es gibt eine Benutzerverwaltung, für Benutzer können unterschiedliche Zugriffsrechte festgelegt werden.

Plugins erweitern die Funktionalität von Software. Omeka stellt eine große Anzahl von Plugins zur Verfügung. Standard-Plugins: COins, ExhibitBuilder, SimplePages

  • ExhibitBuilder: Erstellen von eigenen Ausstellungen (Erzählungen, Texte, Berichte rund um die Sammlungen)
  • Simple Pages: Erstellen eigener statischer Seiten auf der öffentlichen Webseite, z. B. die Seiten „Impressum“, „Links“.
  • SimpleContactForm: Kontaktformular
  • CSV Import: Objekte können mittels einer CSV-Datei im Batch-Betrieb in Omeka importiert werden. So muss nicht jedes Objekt manuell in Omeka eingegeben werden. Eine spätere Bearbeitung der Objekte in Omeka ist natürlich jederzeit möglich.
  • Reports: Generiert eine Übersicht (Liste) von Objekten im HTML-Format, QR-Code für jedes Objekt (pdf-Datei), weitere Formate sind möglich.
  • Dropbox (nicht identisch mit dem gleichnamigen Dienst www.dropbox.com): Dateien (z.B. Scans der Objekte) können per FTP in den Dropbox-Ordner geladen und dann von dort einem Objekt hinzugefügt werden. So kann die Größenbeschränkung für hochzuladende Dateien umgangen werden.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Wie kann ich meine Sammlung im eWertpapiermuseum des EDHAC veröffentlichen?